Steuer- und Umwelt-Politik aus dem Tollhaus

Deutsche Autojournalisten schrieben viel zu lang viel zu wohlwollend über SUV. Auf mich machten sie immer den Eindruck von Kindern, die sich am Schaufenster staunend und mit weit aufgerissenen Augen die Nasen plattdrückten.

Stets waren sie hellauf begeistert. Kein Wort über die Rücksichtslosigkeit, das Unfallrisiko auf andere zu verlagern; kein Hinweis auf die schlechteren, fahrdynamischen Eigenschaften; kein Tadel für den völlig unnötig hohen Kraftstoffverbrauch.

Das scheint sich gerade zu ändern.

FAZ-Redakteur Boris Schmidt, von dem bislang so gut wie keine Kritik an SUV zu lesen war, gab seinem Beitrag über den Range Rover Plug-in-Hybrid diesmal eine ungewohnt kritische Überschrift:

Absurdes Steuersparmodell

.
Die Daten dieses Autos sprechen für sich: 2,5 Tonnen Leergewicht. 404 PS Gesamtleistung des Hybridantriebs (bestehend aus einem 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziners und einem Elektromotor). Höchstgeschwindigkeit 220 km/h. Verbrauch bei rein elektrischer Fahrt und Temperaturen um den Gefrierpunkt: 44 kWh/100 km. Benzinverbrauch des FAZ-Testers: 12,7 bis 13,8 Liter/100 km.

Aufgrund einer Norm, welche die massenhafte Einführung von Elektroautos erzwingen soll, wird der CO2-Ausstoß dieses Kolosses amtlich auf 73 g CO2 / km festgelegt. So kostet er nur 40 Euro Steuer im Jahr.

Es gibt ihn auch mit Dieselmotor. Der verbraucht zwei Liter weniger, bekommt aber keine Steuerermäßigung.

Würde ich sagen, wie ich über Politiker denke, die so einen Unsinn verzapfen, so brächte mich das wahrscheinlich ins Gefängnis.

 

 

 

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